Hamburg (Geflüchtete, Flora, Gentrifizierung)

Im Kampf um die Deutungshoheit über umstrittene Einsätze gehören  gezielte Falschinformationen zur polizeilichen Strategie. Im Dezember 2013 verhinderte die Polizei in Hamburg eine Demonstration für Flüchtlingsrechte und soziale Stadtstruktur mit der Begründung, sie sei noch vor deren Beginn von TeilnehmerInnen der Demo attackiert worden. Die Aussage wurde im Nachhinein durch Videoaufnahmen der Lüge überführt, ebenso wie die Polizeimeldung
über einen Angriff auf eine Wache einige Tage darauf. Doch die mediale Übernahme ihrer Versionen führte zu einer der Polizei dienlichen Stimmung. Eine Diskussion über ihr Fehlverhalten fand nicht statt, stattdessen bekam die Polizei in der zum „Gefahrengebiet“ erklärten Innenstadt weitreichende Befugnisse und eine Finanzierungszusage des Senats über 10 Mio. Euro.

weiterführende Links:

http://florableibt.blogsport.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Demonstrationen_in_Hamburg_am_21._Dezember_2013

Presse:
„Gewalt ohne Vorwarnung“: http://www.taz.de/!129830/
http://www.metronaut.de/2013/12/hamburg-die-maer-der-angreifenden-demonstranten/

Zur Einseitigkeit der Berichterstattung:
http://www.publikative.org/2013/12/23/hh2112-die-polizei-die-medien-und-die-gewalt/

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