Teresa Z.

Die 23-jährige Teresa Z. wurde im Januar 2013 während einer Polizeiinspektion durch den Faustschlag eines Polizisten verletzt. Ihre Hände waren dabei auf dem Rücken gefesselt. Sie verließ die Polizeiwache mit einer gebrochenen Nase und einem gebrochenen Augenhöhlenbogen. Der Polizist gibt an aus Notwehr gehandelt zu haben.

Presse:

„Eine zierliche junge Frau liegt gefesselt in einer Zelle, ein Polizeibeamter schlägt ihr – mindestens einmal – ins Gesicht, bricht ihr Nasenbein und Augenhöhle. Über ein Jahr ist er nun her, der gewaltsame Übergriff eines damals 33 Jahre alten Polizeihauptmeisters auf die 23-jährige Teresa Z.“

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fall-teresa-z-muenchner-pruegel-polizist-kommt-zurueck-1.2050489

„Manchmal reicht der gesunde Menschenverstand, um einen Sachverhalt zu beurteilen. Zum Beispiel die Frage, welche Gefahr für einen erwachsenen Mann von einer zierlichen, gefesselten Frau ausgehen kann. Und ob für einen Faustschlag ins Gesicht dieser gefesselten Frau deshalb Notwehr geltend gemacht werden kann.

Die spontane Antwort lautet: Nein, auf keinen Fall. Diese Antwort hat jetzt auch die Staatsanwaltschaft gegeben und deshalb Anklage gegen den Polizisten erhoben, der auf einer Polizeiwache in der Au eine Frau mit einem Faustschlag schwer verletzt hatte. Allerdings hat es vier quälende Monate gedauert, bis die Behörden zu diesem Ergebnis gelangt sind.

So lange haben sich die Ermittlungen zu einem relativ simplen Vorgang hingezogen. Und man hatte die ganze Zeit das Gefühl, die Untersuchung dauere vor allem deshalb so lange, um irgendetwas zu finden, mit dem das Opfer in ein schiefes Licht gerückt werden könnte.“

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/polizeigewalt-in-muenchen-entschuldigen-und-zwar-schnell-1.1677732