Pferde

Pferde werden in vielen deutschen Bundesländern von der Polizei benutzt, und Reiterstaffeln immer wieder auf Demonstrationen eingesetzt, zum Beispiel gegen die Blockade des Naziaufmarsches in Hamburg 2012. Die Tiere werden zwar in einem aufwändigen Prozess „krisenfest“ gemacht, doch tritt in kritischen Situationen oft ihr Fluchtinstinkt zutage. Daher wurden schon viele Menschen von den austretenden, eisenbeschlagenen Pferdehufen schwer verletzt.

Hunde

Allein die Bundespolizei beschäftigt rund 450 „Gebrauchshunde“, angeblich vor allem als Spürhunde. Sie werden aber mehr und mehr auch als Mittel körperlicher Gewalt missbraucht, zum Beispiel um friedliche Demonstrierende einzuschüchtern. Die aggressiven Tiere werden auf Menschen losgelassen und damit Bisswunden in Kauf genommen, so etwa bei zwei Menschen auf einer Demonstration gegen die NPD in Delmenhorst 2012.

Teleskopschlagstock

Im Unterschied zu normalen Schlagstöcken sind Teleskopschlagstöcke bis zu 100cm lang, erfassen einen größeren Bereich und können daher nur unkontrolliert eingesetzt werden. Eine Herstellerfirma bewirbt die Folgen: „Schläge gegen den Kopf können nicht nur schwere Schädelfrakturen nach sich ziehen, sondern auch subdurale Hämatome, die schwere Hirnverletzungen zur Folge haben.“

Chemische Kampfstoffe

Bei CS-Gas (Tränengas) handelt es sich um einen von den Genfer Konventionen geächteten Kampfstoff – im Kriegsfall. In Deutschland wird es von der Polizei auch gegen die Zivilbevölkerung verwendet. Das Gas führt zu starkem Brennen, Stechen im Hals, in der Nase und in den Augen, bei hoher Konzentration auch zum Tod. Noch stärker ist das für die Polizei zur Abwehr von Tieren und Demonstranten zugelassene OC-Gas (Pfefferspray). In den USA führte es innerhalb von 5 Jahren zu mehr als 61 Todesfällen. Brennen auf der Haut, Reizung der Augen mit vorübergehender Erblindung, Krämpfe im Bereich des Oberkörpers und Atemnot gelten noch als harmlose Körperreaktion. Beide Gase werden durch Sprühgeräte, als Zumischung in Wasserwerfer und mithilfe von Wurfkörpern eingesetzt.

Gummigeschosse

Gummigeschosse kamen bisher hauptsächlich im Nahost- und im Nordirlandkonflikt zum Einsatz, werden aber von der französischen und spanischen Polizei auch gegen Demonstranten verwendet. Diese „nicht-tödlichen“ Geschosse haben schon mehrmals zum Tod und schweren Verletzungen geführt. Sie sind nur dann „nicht-tödlich“, wenn sie aus 30 Metern Entfernung auf Kniehöhe abgefeuert werden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert seit längerem den Einsatz von Gummigeschossen, während sie im Kosovo vom Leiter der UN-Polizeitruppen nach dem Tod zweier Demonstranten wieder verboten wurden.

Wasserwerfer

Wasserwerfer gehören zur Standardausrüstung der deutschen Polizei, obwohl ihre Wirkung als nicht beherrschbar gilt. Das präzise Zielen auf einzelne Personen ist nicht möglich, die Wirkung dafür umso verheerender. Moderne Wasserwerfer können problemlos Windschutzscheiben zerschießen, bei Menschen führen sie zu Augen- und Ohrenverletzungen, Blutergüssen bis hin zu Rippenbrüchen. Für den Medizinprofessor Weidle steht fest, dass Wasserwerfer „eine gefährliche Waffe sind, die ein  hohes Verletzungsrisiko für den Kopfbereich und insbesondere die Augen bergen“. Aufgrund ihrer martialischen Erscheinung können Wasserwerfer, die vor allem gegen große Menschenmengen eingesetzt werden, Massenpaniken auslösen.